Die britische Schauspielerin Kate Beckinsale an einem Fotoshoot auf dem Dach des Ritz-Carlton Hotels in Moskau am 21. November 2016. Im Hintergrund ist der Kreml zu sehen. Beckinsales neuer Film 'Underworld: Blood Wars' ist am 24. November in die russischen Kinos gekommen. (Bild: epa/Sergei Ilnitsky)
Die britische Schauspielerin Kate Beckinsale an einem Fotoshoot auf dem Dach des Ritz-Carlton Hotels in Moskau am 21. November 2016. Im Hintergrund ist der Kreml zu sehen. Beckinsales neuer Film 'Underworld: Blood Wars' ist am 24. November in die russischen Kinos gekommen. (Bild: epa/Sergei Ilnitsky)
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"Underworld: Blood Wars": Eine Vampirlady will Rache

Oh, du fröhliche Ballerqueen! Kate Beckinsale beschert ihren Fans als Elitekriegerin Selene mit "Underworld: Blood Wars" bereits den fünften Teil der Vampirfilmsaga. Ein Fest für Kinofans, die sich in Zeiten erleuchteter Weihnachtsseligkeit nach düsterer Splatter-Ästhetik sehnen.

Kate Beckinsale ist eine der dienstältesten Ballerqueens Hollywoods. Ihre silbernen Knarren fest im Griff, verkörpert die schöne Britin seit rund 13 Jahren die Vampirlady Selene. In "Underworld: Blood Wars", wird die Elitekriegerin nun sogar von allen Seiten bedroht. Da bleibt ihr gar nichts anderes übrig, als sich den Weg freizumetzeln.

Selene ist Opfer eines heimtückischen Verrats geworden. Jetzt sind alle hinter der angeblich Abtrünnigen her: nicht nur ihre Feinde, jene Werwölfe, die sich Lykaner nennen - sondern auch ihre Artgenossen! Doch plötzlich scheint sich das Blatt zu wenden. Die Vampire bitten Selene um Hilfe. Sie soll neue Rekruten ausbilden, damit sich die Vampire besser gegen die Lykaner verteidigen können.

Aber dann gerät Selene in einen Hinterhalt. Mit Hilfe des treuen Vampirs David (Theo James) gelingt es ihr, in eine mystische Festung zu fliehen. Doch die Lykaner verfolgen die Spur der beiden. So lodert der Kampf zwischen den Unterweltwesen erneut auf. Gelingt es der Rächerin, die Schlacht zu ihren Gunsten zu wenden?

Auch eine Form der Emanzipation

Allen Schmährufen zum Trotz: Die Schauspielerin, die oft auf ihr sexy Outfit aus schwarzem Latex reduziert wird, hat eine Entwicklung mit befördert, die das Baller-Genre bereichert. Die Britin prägt die Reihe seit deren Beginn im Jahr 2003 als Hauptdarstellerin (bis auf das Prequel "Underworld: Rise of the Lycans").

Somit habe sie neben Stars wie Sigourney Weaver und Linda Hamilton einen Beitrag dazu geleistet, dass Frauen in Hauptrollen von Actionfilmen heute keine Ausnahmeerscheinung mehr sind, und das gebe ihr ein gutes Gefühl, sagte Beckinsale kürzlich in einem Interview. Selbstkritisch liess sie durchblicken, dass ihre Figur natürlich keine Charakterrolle sei.

Geschenkt. Denn "Underworld: Blood Wars" tritt wohl kaum an, um als tiefsinniger Autorenfilm gefeiert zu werden. Stattdessen bieten die Filmemacher die Splatter-Ästhetik auch in einer 3D-Version an, die das spritzende Blut und die im Sonnenlicht zu Staub zerfallenden Körper der Vampire noch plastischer erscheinen lässt.

Bei Emmerich zur Schule gegangen

Zuschauer, die Lust auf viel Action und einen extrem düsteren Look haben, kommen auf ihre Kosten. Kein Wunder. Die 1971 in Deutschland geborene US-Regisseurin Anna Foerster (bekannt für TV-Serien wie "Criminal Minds" oder "Outlander") hat sich die Sporen für ihr Kinodebüt an der Seite von Roland Emmerich abverdient: in Teams von Filmen wie "Independence Day" oder "The Day After Tomorrow". Dabei bleibt sie der gelernten Formel der "Underworld"-Filmreihe treu.

Schwarze Kostüme, schwarzes Mauerwerk, schwarze Schlitten: Die bis auf die tiefroten fliegenden Eingeweide nahezu monochromen Farbwelten der Filmreihe haben viele Fans gefunden. Und die belohnen die immer neuen brutalen Schlachten, indem sie an die Kinokassen stürmen. Der rund 70 Millionen Dollar schwere Teil vier, "Underworld: Awakening", soll sagenhafte 160 Millionen Dollar eingespielt haben.

Das liegt mit Sicherheit kaum an dem recht einfältigen Plot der Saga oder den stereotypen Figuren. Sondern an den temporeichen Schlachtzenen und der lässigen Kampfeslust der blutrünstigen Unterweltwesen. So tritt auch "Underworld: Blood Wars" eher nicht an, um zum Kritikerliebling der Saison zu werden, sondern um Fans der Saga glücklich machen - und natürlich alle, die an dem Film verdienen.

Verfasserin: Franziska Bossy, dpa