Bilder: wikimedia commons/Fakia // Flickr/Nicklas Lundqvist  // Flickr/ritsch48 // Collage: barfi
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  • Nathan Leuenberger

Exklusiv: Food Trucks, bald wird auch auf der Dreirosenbrücke geschlemmt

Buvetten am Rhein sind nicht genug. Bald soll es auch möglich sein, den Sommer auf den Brücken zu geniessen. Kulinarisch und gesellig.

Basel hat einen Narren gefressen an Food Trucks. Die mobilen Küchen werden, nachdem sie jahrelang aus der Stadt vertrieben wurden, nun mit offenen Armen empfangen und so stark unterstützt, dass man das Essen vor lauter Trucks nicht mehr sieht.

Mitte März lancierte der Kanton das erste Mal den «Schlemmer-Markt» auf dem Marktplatz, mit unterschiedlichen Food Trucks. Dabei sollte es allerdings nicht bleiben, denn das nächste Projekt rollt nun an.

Künftig sollen täglich fahrbare Verpflegungsstände auf der Dreirosenbrücke parkiert werden. Ja, nicht entlang des Rheinbords, neben den unzähligen Buvetten, sondern mitten auf der Brücke, die Klybeck und St. Johann miteinander verbinden. Die Idee kommt von Samuel Baumgartner, seines Zeichens Finanzchef beim Jugendkulturfestival Basel JKF und künftiger Food-Truck-Papa. «Die Idee kam in der Familie auf, als wir uns gefragt haben, was man mit dem ganzen Platz auf der selten begangenen Brücke machen könnte», so Baumgartner gegenüber barfi.ch.

Die Idee habe er dem Kanton unterbreitet, welcher diese künftig unterstützen wird. Die bereits mit Steinbänken bestückte Brücke biete schon jetzt grosses Potential als Begegnungszone, dies soll weiter gefördert werden: «Ziel ist es, die Dreirosenbrücke zu bespielen und Gross- und Kleinbasel miteinander zu verbinden», sagt Baumgartner. Zwischen den Betonklötzen sollen dann auch die Essensstände Platz finden. Sitzgelegenheiten und schöne Aussicht sind dabei also schon gegeben.

Eine Essensmeile auf einer Brücke, die auch weiterhin von Tram und Auto genutzt wird, klingt gefährlich. Darüber müsse man sich aber keine Sorgen machen, meint der Initiant: «Keine Verkehrsteilnehmer werden durch uns gestört, denn alles wird sich zwischen den Bänken abspielen.» Rund 120 Quadratmeter Platz bekommt er für das Projekt zur Verfügung.

Das Projekt «3rosE» soll über dreieinhalb Jahren als Pilotprojekt durchgeführt werden. Danach wird ausgewertet, wie das Angebot bei den Baslern ankommt und ob es weitergeführt werden soll.

Nun soll das Projekt schnell ins Rollen kommen: «Food Trucks sind das momentane In-Wort in der Gastroszene, da müssen wir schnell sein. Unser Wunsch ist, dass wir schon im Sommer 2017 mit der Foodtruck-Meile starten können. Der 31. Juli wäre unser Wunschdatum, aber das hängt auch von den Einsprachen ab, die es geben könnte.» 

Dabei wollen Baumgartner und sein Team die Brücke zuerst mit eigenen Trucks bespielen, jedoch auch so schnell wie möglich fremde Wägen anlocken. Läuft alles rund, wird man den Sommer nicht nur am Rheinbord fressend im Freien verbringen können, sondern täglich auch auf der Dreirosenbrücke.