© Historisches Museum Basel
© Historisches Museum Basel
  • Christine Staehelin
  • Aktualisiert am

Fundbüro der anderen Art: Wo landen die Geschenke der Staatsgäste an unsere Regierung?

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Das gilt auch für «offizielle» Besuche. Das Historische Museum sammelte in der «Geschenkkammer» die Präsente, die der Kanton Basel-Stadt bekommen hat. Wir präsentieren hier einige der ausgefallensten Mitbringsel.

«Was bringe ich mit?» An dieser Frage ist schon manch heller Kopf vor einer Einladung zum Nachtessen gescheitert. Es kann ja nicht immer entweder Blumen oder Wein sein. Noch schwieriger wird es, wenn das Geschenk einen symbolischen Charakter haben muss, zum Beispiel bei einem Staatsbesuch. So landeten einige ziemlich ausgefallene Präsente in der Geschenkkammer von Basel-Stadt. 

Geschenke sind Staatseigentum

Wenn die Basler Regierung Gäste empfängt, so wird sie beschenkt. Die einzelnen Regierungsräte dürfen die Geschenke aber nicht behalten. Was beim Staatsbesuch geschenkt wird, ist Staatseigentum. Zum Glück verschwinden die Mitbringsel aber nicht gleich in der Geschenkekammer, sondern werden noch eine Weile in der Staatskanzlei im Rathaus ausgestellt.

Exotische Präsente  

Ins Leben rief die im Historischen Museum untergebrachte Kammer Staatsschreiber Robert Heuss, der vor neun Jahren pensioniert wurde. Er übergab dem Museum eine Menge Erinnerungsplaketten, Gemälde, Urkunden und Medaillen. Aber natürlich kamen im Laufe der Jahre auch einige exotische Geschenke zusammen. Entdecken Sie hier die ausgefallenen und witzigen Präsente. Und vielleicht findet sich eine Mitbringsel-Idee für die nächste Dinnerparty. 

Portugiesischer Holzball

© Historisches Museum Basel

Als vor zehn Jahren der FC Basel gegen Sporting Lissabon spielte, in der ersten Runde der Europa League, schenkten die Portugiesen den Bebbi einen hölzernen Fussball, natürlich mit Autogrammen der Mannschaft. Ein Zeichen für die lange Fussballtradition in Portugal. Ob dies der Glücksbringer für die Portugiesen war? Den Match gewannen sie mit einem 0:3. 

 Amerikanischer Frisbee

© Historisches Museum Basel

Wie wäre es mal mit einer anderen Sportart? Der US-Bundesstaat Michigan, genauer gesagt  die Stadt Westland, kam nach Basel und brachte als Präsent einen Frisbee mit. Ein Spiel, dass an jedem Sommertag Spass macht. Vielleicht auch in der Pause der Regierungsrat-Sitzung? 

 

Olympia in Basel

© Historisches Museum Basel

Im Sommer vor neun Jahren trafen sich die besten Sportlerinnen und Sportler zu den Olympischen Spielen in Peking. In der Geschenkkammer erinnert das Maskottchen an dieses sportliche Ereignis, geschenkt von China.

 

Boutique Danoise

© Historisches Museum Basel

Der Kronprinz Frederik von Dänemark besucht im Jahr 2004 unsere Stadt und brachte zwei sogenannte Koppchen, also Tassen ohne Henkel mit. Das schön bemalte Porzellan aus der Manufaktur «Royal Copenhagen» ist ein Edelpräsent, auch in der Boutique Danoise zu finden. 

 

Regierungs-Aschenbecher

© Historisches Museum Basel

Aus einer Zeit, als man in Basel noch überall rauchen durfte, auch als Regierungsrat: Der Aeschenbecher stammt aus South Carolina und zeigt das Wappen von Florence County.

Historischer Fund

© Historisches Museum Basel

Diese Dekoration für den Tisch stammt aus Südafrika. Die City of Tshwane schenkte im Jahr 2009 dieses Glas mit dem Stiel in Form einer Afrikanerin. Ein ungewöhnliches Geschenk aus dem frühen 21. Jahrhundert. 

Immer praktisch, die Deckeldose

© Historisches Museum Basel

Miami, da denkt man an Strand, an Sonne und an Ferien. Als 2013 eine Vertretung aus dem «Sunshine State» in Basel zu Besuch war, brachte sie diese Deckeldose mit. Praktisch und hübsch. Eigentlich das ideale Mitbringsel aus den Ferien.

Das perfekte Geschenk

© Historisches Museum Basel

Aus Japan stammt diese hübsche Zierschale mit dem Blumenmotiv. Ein geeignetes Geschenk für den Haushalt, der schon alles hat.

Beliebt sind auch Geschenke, die man im Alltag gerne benutzt.  

Der unbenutzte Kuli

© Historisches Museum Basel

Der Gouverneur aus Wisconsin, Tommy George Thompson, schenkte der Stadt im Jahr 2000 ein Kugelschreiber. Weil die Kantonsvertreter die Geschenke jedoch nicht selbst benutzen dürfen, liegt er nun unbenutzt in der Geschenkkammer.    

Landschaftsbild aus China

© Historisches Museum Basel

Eine Delegation aus China brachte ein sogenanntes Rollbild nach Basel, eine Kunst mit langer Tradition. Die höchste und weit verbreitete Form der chinesischen Malerei bringt Bilder von Drachen, Tigern, Landschaften und Pflanzen und die beliebten Bambusbilder hervor. Das Bild in Basel zeigt eine Stadt.

Der kreative Stadtplan

© Historisches Museum Basel

Meist ist es ja so: Die eigene Stadt kennt man nicht so gut wie die Touristen. Doch dank eines besonderen Stadtplans, wurde dem Abhilfe geschaffen: Auf dieser Pyramide ist ein Basler Stadtplan eingeprägt. 

Die Basler Regierung ist also bestens für den Alltag gerüstet, dank diesen Präsenten. 

Was würden Sie der Basler Regierung schenken? Erzählen Sie es uns auf Facebook

Weitere Titelgeschichten unter News Basel.