• Martin Stich
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Geburtstagskerzli: Dreiländereck: Sand im Betriebe

Sie waren legendär, die Citybeach-Anlagen. Ob auf dem Dach des Messeparking, im Dreispitz oder ganz einfach grossartig: in der Markthalle. Seit einigen Jahren ist fertig lustig. Das wird sich aber ab kommenden Freitag wieder ändern.

Eigentlich geht es in dieser Geschichte um zwei Studenten, die sich während des Wirtschaftsstudiums kennenlernten und irgendwann angefangen haben selber Veranstaltungen zu organisieren. Eine dieser Partys fand im ehemaligen Restaurant Dreiländereck statt. "Wir haben von der Terrasse auf die leere Fläche runtergesehen und da war für uns klar, das wird dort etwas mit Sand organisieren wollen", sagt Urs Pozivil, einer der beiden Ex-Studis. Zusammen mit seinem Freund und heutigen Geschäftspartner Fabian Oser hat er vergangenen Oktober der Landbesitzerin "Schweizerischen Rheinhäfen" ein Konzept vorgelegt, welches begeisterte. Schnell war man sich einig,eine Aufwertung und Wiederbelebung des Hafenareals muss stattfinden, Palmen und Strand sind der richtige Weg – die Sandoase war geboren: "Ein langer Weg, aber nun sind wir auf der Zielgeraden", so Pozivil.

Nachdem die beiden Freunde grünes Licht erhalten hatten, legten sie los. Ohne Sponsoren oder sonstige Gönner. "Wir machen alles selber, tragen auch das finanzielle Risiko. Es ist allerdings einfacher bei einem längeren Projekt Geld zu verdienen, als bei einer Party, die nur ein paar Stunden dauert", so Pozivil. Geld sei nicht der Hauptgrund für die Sandoase betont er, sondern Basel damit wieder etwas Spezielles zu bieten. "Wir wissen aus Erfahrung, das die Leute kommen, wenn es Sand gibt" sagt Pozivil mit einem Lächeln.        

Seit Montagmorgen ist er da, der Sand. Doch zunächst musste Mitte März eine Woche lang aufgeräumt und geputzt werden, dann kam das Mobiliar und die Pflanzen. Zusammen mit Freunden wurden Sitzgelegenheiten aus Paletten gebaut, 25 Palmen wurden insgesamt herbeigeschafft. Durch eine Firma in Muttenz wurden in aller Frühe 26 Tonnen Quarz-Sand abgeladen. Und da die Verantwortlichen eine klare Vorstellung von der Beleuchtung hatten, mussten von einem Elektriker noch 1,2 Kilometer Kabel verlegt werden. Nun sind sie vom Sand bedeckt und erhellen neben vielen Lampions Bambuspflanzen und den aufgeschütteten Strand. "Das Ziel der Sandoase ist einfach. Wir wollen der breiten Öffentlichkeit einen Ort zum Entspannen und geniessen bieten. Wir setzen auf das Konzept Lounge und nicht Party", erklärt Pozivil. "Deshalb ist die Sandoase auch schon ab Mittag für Familien geöffnet, Essen und Trinken kommt vom Thai-Restaurant Nordbahnhof. Ab 16.00 Uhr bieten wir dann alkoholische Getränke an, der Einlass ist ab 18 Jahren. Security-Personal ist vor Ort".

Am Freitag den 13. Mai, ab 16.00 Uhr hat Basel einen Strand, der diese Bezeichnung verdient. Die Sandoase bleibt bis Ende Oktober geöffnet.