Seri Wada in seiner Microbakery in Zürich. ©Seri Wada
Seri Wada in seiner Microbakery in Zürich. ©Seri Wada
  • Binci Heeb
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Zürich ist innert Tagen den besten Croissants der Schweiz verfallen. Deren Wurzeln liegen in Basel.

Ganz Zürich ist seit gerade einmal gut zwei Jahre völlig verrückt nach seinen Baguettes: Der Halbjapaner Seri Wada (44), der ursprünglich aus der Finanzbranche kommt, bäckt seit 2015 des Franzosen liebstes Brot. Seit Dienstag kommt ein weiteres Erzeugnis dazu: das Croissant und schon melden die Medien jetzt habe der Meister auch hier Unglaubliches geschafft. Grund für barfi.ch mit diesem Hipster zu sprechen. Dabei kam heraus: Rezept und Idee des Gebäcks, nach dem die Bewohner der grössten Schweizer Stadt nach nur wenigen Tagen bereits süchtig zu sein scheinen und selbst die renommierten lokalen die sich vor Lob nicht einkriegen, nahmen ihren Ursprung in der Kult-Backstube Basel.

Mit Quentin Biéchy hatten sie den geeigneten Bäcker aus Frankreich gefunden. Aber um dann das wirklich allerbeste Baguette zu backen, wandte man sich an Seri Wada, der den Baslern im Frühling 2016 in der Kult-Backstube zeigte, wie das geht. Und es stimmt, die Baguettes sind wirklich ein Gaumenschmaus und sorgen seit Seri Wadas Einwirken nicht nur in der Limmatstadt für Furore. Nicht nur die Basler Kult-Bäcker lernten dazu, auch Seri Wada nahm etwas mit.

Quentin Biéchy, Seri Wada und Lea Gessler backen Baguettes in der Bäckerei Kult.©Bäckerei Kult

Was dem Basler sein Buttergipfeli ist, war bisher dem Zürcher sein Croissant

Denn seit Dienstag dieser Woche bäckt und verkauft Seri Wada auch in Zürich Croissants im französischen Stil. Diese starten gerade voll durch, der Tages Anzeiger betitelt die Croissants au beurre geradezu als «geile Gipfeli». Doch – wie könnte es anders sein – das Rezept stammt aus unserer Basler Bäckerei Kult.

Neben Baguettes bäckt Wada seither täglich nur gerade 30 Croissants in seiner «Seri Backhandwerk Microbakery». Sein Standort ist die Zürcher Markthalle «Les Halles», wo er eingemietet ist. Drei Pilotkunden beliefert er mit seinen Croissants. «Der einzige Unterschied zu den Kult-Gipfeli liegt darin, dass ich einen Vorteig mache und dass meine Gipfeli Croissants heissen», sagt Wada. Wie auch bei Kult werden für seine Gebäcke nur die allerbesten Produkte verwendet – selbstverständlich bio.

Die «geilsten» Croissants aus aus Seri Wadas Microbakery in Zürich. ©FB/Seri Wada

Der ursprünglich aus der Ostschweiz – Utzwil und St. Gallen – stammende Wada, dessen Vater Japaner ist, hat noch grosse Pläne. So soll aus der kleinen Baguette- und Croissantproduktion, die er bisher ganz alleine betreibt, eine typisch französische Bäckerei werden. «Eine Pariser Boulangerie mit langem Gang, gar nicht gross, schwebt mir vor». Wichtig sei ihm auch, den Leuten den Spass am Backen zu vermitteln. Dazu bietet er Baguette- und Croissant-Backkurse an. Auch ein Schweizer Baguette-Wettbewerb schwebt ihm vor, ähnlich wie in Paris, wo es den «Concours de la meilleure baguette» bereits gibt.

Bei so viel Freude und Engagement – seine Mission heisst: «Best Baguette» - scheint der Erfolg sicher. Genauso wie bei den Basler Kollegen von Kult, die diesen Herbst bereits einen zweiten Standort im St. Johann eröffnen werden.

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