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Geberit-Chef Buhl zeigt sich optimistisch

Beim Sanitärtechnik Konzern zeigt sich Konzernchef Christian Buhl zufrieden mit den Geschäften im ablaufenden Geschäftsjahr. Für 2017 geht Buhl im Interview mit der Finanznachrichtenagentur AWP von einer gestärkten Position wegen der zunehmenden Integration von Sanitec aus.

Ein Meilenstein für die Geberit-Gruppe ist die bis anhin grösste Übernahme der finnischen Sanitec vor rund zwei Jahren, kurz vor dem Antritt des Konzernchefs Chrsitian Buhl. Seit Anfang 2016 wird die Organisation zusammengelegt. Mit dem Verlauf der Integration zeigt sich Buhl "sehr zufrieden". Mit Blick auf die Synergien sei Geberit dem eigenen Fahrplan gar etwas voraus.

Bereits für dieses Jahr erwartet Buhl, dass Geberit "über die Hälfte der geplanten Synergien von 45 Millionen Euro" in den Büchern haben werde. Bis 2018 soll die Integration abgeschlossen sein. Bis dahin, so Buhl, stünden die Harmonisierung der Prozesse und Systeme im Vordergrund. So sei im Bereich IT noch viel zu tun.

Für das gesamte Jahr 2016 bestätigt Buhl für Geberit ein organisches Umsatzwachstum in Lokalwährungen von fünf Prozent. Trotz des jüngst wieder erstarkenden Frankens erwartet Buhl einen positiven Währungseffekt.

Starke Nachfrage in Deutschland

Und er bestätigt auch, dass das vierte Quartal schwächer ausfallen werde als die ersten neun Monate. Geberit hatte den Umsatz um 10,1 Prozent auf 2,17 Milliarden Franken gesteigert. Währungsbereinigt waren es 6,5 Prozent gewesen. Dank tiefer Rohmaterialkosten und Synergieeffekte aus der Übernahme der Sanitec war der Gewinn um 38,6 Prozent auf 469,1 Millionen Franken geklettert.

Das vierte Quartal werde vor allem wegen zweier fehlender Arbeitstage schwächer ausfallen, sagte Buhl. "Grundsätzlich läuft das Geschäft weiterhin gut."

Treiber sei vor allem Deutschland mit einem Umsatzanteil von 30 Prozent. Die Nachfrage dort sei "sehr stark". Einziger Wermutstropfen sei, dass in Deutschland Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt fehlten und damit das Wachstumspotential beschränkt sei.

Auf dem Heimmarkt Schweiz profitiert Geberit indirekt von den Negativzinsen. Der Immobilienmarkt laufe bereits auf hohem Niveau und werde weiter gestützt, weil Investoren Renditemöglichkeiten suchten. "Im Umfeld der Negativzinsen wird weiterhin investiert, etwa auch von Pensionskassen", sagte Buhl. Kurzfristig erwartet er keinen Rückgang.

Für das kommende Geschäftsjahr rechnet Buhl zwar mit steigenden Rohmaterialpreisen. Auch würden die Märkte ausserhalb Europas "herausfordernd" bleiben. Doch: Die Integration von Sanitc werde die Position von Geberit weiter stärken .