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Nordkorea-Krise hält Schweizer Anleger in Atem

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag mit Blick auf die Nordkorea-Krise weiter an Terrain eingebüsst und die Woche klar im Minus beendet. Schwächere US-Inflationsdaten und die leichte Erholung an der Wall Street boten den europäischen Märkten keine nachhaltige Stütze.

Die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea sowie die eskalierende Rhetorik zwischen dem US-Präsidenten und dem Machthaber in Pjöngjang waren das dominierende Thema. Aus Furcht vor einer Eskalation hätten viele Anleger vor dem Wochenende Gewinne ins Trockene gebracht, hiess es.

Bis Börsenschluss verlor der Swiss Market Index (SMI) 0,74 Prozent auf 8884,04 Punkte. Auf Wochensicht ergibt sich damit ein Minus von 3,2 Prozent ein. Der breite Swiss Performance Index (SPI) schloss 0,74 Punkte tiefer auf 10'112,23 Stellen.

Von der wachsenden Unsicherheit an den Börsen waren besonders Finanzwerte betroffen. So sanken UBS und Credit Suisse um 1,0 Prozent und 1,3 Prozent, während sich Julius Bär gar um 1,8 Prozent verbilligten. Bei der CS wurde derweil bekannt, dass sie ihren Mitarbeitern den Handel mit bestimmten Venezuela-Anleihen untersagt. Das Finanzinstitut wolle nicht in Transaktionen mit einer Regierung verwickelt werden, welche Menschenrechte verletze, hiess es.

Auch die Zurich-Papiere (-1,0 Prozent) konnten sich nach dem eigentlich soliden Zahlenausweis vom Donnerstag der allgemein schwachen Börsenstimmung nicht entziehen. Dies obwohl im Nachgang einige Analysten das Kursziel für den Versicherer erhöhten.

Die Aktien des Personalvermittlers Adecco gaben nach dem Kursrutsch vom Vortag um weitere 0,5 Prozent nach. Adecco hatte mit dem Bericht zum zweiten Quartal enttäuscht und einige Analysten senkten das Kursziel.

Am stärksten verbilligten sich bei den grossen Titeln aber Vifor Pharma (-3,3 Prozent). Für den Titel hat die Zürcher Kantonalbank (ZKB) das Rating "Untergewichten" bekräftigt. Die Aktie sei nicht günstig bewertet; zudem müsse das Unternehmen durch drei schwierige Jahre mit hohen Investitionen gehen, um das Medikament Veltassa zum Erfolg zu bringen.

Bei den Schwergewichten konnten sich Roche (-0,3 Prozent) dem Abwärtssog etwas entziehen. die Novartis-Scheine verloren 0,7 Prozent und jene von Nestlé gar 1,0 Prozent.