Die Royal Bank of Scotland (RBS) konnte sich in den USA auf einen Vergleich in der Höhe von 4,9 Milliarden Dollar verständigen. (Archiv)
Die Royal Bank of Scotland (RBS) konnte sich in den USA auf einen Vergleich in der Höhe von 4,9 Milliarden Dollar verständigen. (Archiv)
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RBS macht mit Milliardenvergleich Weg zur Privatisierung frei

Die Royal Bank of Scotland (RBS) hat sich im Hypothekenstreit mit den US-Aufsichtsbehörden auf eine Milliardenzahlung verständigt. Sie werde 4,9 Milliarden Dollar zahlen, teilte die nach Bilanzsumme einst grösste Bank der Welt am Mittwoch mit.

Die Einigung sei ein "Meilenstein", sagte ihr Chef Ross McEwan. Das Finanzhaus kommt damit vergleichsweise günstig weg: Analysten waren von einer Zahlung von bis zu zwölf Milliarden Dollar ausgegangen. An der Londoner Börse zeigten sich die Anleger erfreut: Die RBS-Aktie schoss 4,8 Prozent in die Höhe.

Mit dem Deal wird der Weg frei zur Wiederaufnahme von Dividendenzahlungen und zur Re-Privatisierung der Bank. Seit der Finanzkrise hält der britische Staat 71 Prozent an dem Institut, das 2008 mit 45 Milliarden Pfund an Steuergeldern gerettet wurde.

Die britische Regierung will bisherigen Plänen zufolge im Steuerjahr 2018/19 etwa drei Milliarden Pfund durch den Verkauf von RBS-Aktien erlösen. Die Bank hatte 2017 erstmals seit einem Jahrzehnt wieder einen Jahresgewinn erzielt.

Die RBS hatte in den USA ein grosses Rad gedreht: Sie verkaufte aber wie viele Konkurrenten toxische Wertpapiere, die bei Investoren zu hohen Verlusten führten und die Finanzkrise auslösten. Das US-Justizministerium hat bereits zahlreiche Vergleich mit anderen Grossbanken erzielt, darunter mit der Deutschen Bank.