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Schlatter schreibt nach Verlust wieder einen kleinen Gewinn

Der Schweissanlagen- und Webmaschinenhersteller Schlatter ist im vergangenen Geschäftsjahr in die Gewinnzone zurückgekehrt. Unter dem Strich resultierte 2016 ein Reingewinn von 500'000 Franken.

Im Vorjahr musste das Unternehmen noch einen Verlust von 6,9 Mio. Franken hinnehmen. Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich ebenfalls von einem Minus von 5,9 Mio. Franken auf ein Plus von 1,1 Mio. Franken, wie Schlatter am Dienstag mitteilte.

Grund für die Trendwende seien die im Vorjahr schnell umgesetzten Massnahmen zur Abfederung des starken Frankens gegenüber dem Euro und weiteren Währungen. Zudem habe man mit neu lancierten Produkten Marktanteile gewinnen können.

Bereits im Januar hatte Schlatter einen kleinen Gewinn in Aussicht gestellt. Damals wies die Firma einen Umsatzwachstum um 8,8 Prozent auf 90,5 Mio. Franken und Bestellungen im Wert von 107,7 Mio. Franken aus. Die markante Steigerung um 47,7 Prozent sichere die Auslastung an beiden Standorten Schlieren und Münster über die Jahresmitte hinaus.

Keine Dividendenausschüttung

Die 2015 eingebrochenen Stahlpreise hätten sich im vergangenen Jahr leicht erholt. Der Anlagenbereich für Armierungsgitterherstellung werde aber weiterhin mit Überkapazitäten und Preisdruck zu kämpfen haben. Das Segment Schweissen brachte 69,8 Mio. Franken Umsatz - eine Steigerung um rund 3 Millionen Franken. Beim Segment Weben erzielte Schlatter 20,7 Mio. Franken Umsatz, hier betrug die Steigerung 3,5 Mio. Franken.

Die Zahl der Vollzeitstellen bei Schlatter wuchs um 9 auf 319. Für 2017 sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt. Verwaltungsrat und Management streben einen Gewinn an, der über dem Vorjahr liegt. Auf eine Dividendenausschüttung für 2016 will der Verwaltungsrat verzichten.