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Schweizer Ökonomen leicht pessimistischer

Schweizer Konjunkturexperten sind nicht mehr ganz so zuversichtlich wie noch im Dezember. Dennoch gehen sie weiterhin von einen Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent für 2017 aus.

Die 19 Ökonomen, die im März von der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) befragt wurden, zeigen sich leicht pessimistischer als zuletzt.

Sie schätzen das Wachstum der realen Ausrüstungsinvestitionen der Unternehmen im laufenden Jahr leicht schwächer ein, wie die KOF am Dienstag mitteilte. Der entsprechende Wert sank auf 2,1 Prozent im Vergleich zu 2,3 Prozent im Dezember. Auch bei den realen Exporten gehen sie von einem reduzierten Wachstum von 3,2 Prozent aus, im Vergleich zu 3,3 Prozent. Die Erwartungen zu den Bauinvestitionen (+1,2 Prozent) und an die Arbeitslosenquote (3,3 Prozent) bleiben unverändert.

Vom realen Bruttoinlandprodukt (BIP) erwarten sie dennoch ein unverändertes Wachstum von 1,5 Prozent. Für das kommende Jahr, zu dem sie sich erstmals äussern, erwarten sie ein BIP-Wachstum von 1,7 Prozent.

Laut der Umfrage dürfte der Schweizer Franken gegenüber dem Euro im laufenden und im kommenden Jahr leicht erstarken. Die Ökonomen erwarten einen durchschnittlichen Franken-Euro-Wechselkurs von 1.07 im Vergleich zu 1.08 im Dezember.

Die Entwicklung am Schweizer Aktienmarkt sehen die Befragten deutlich optimistischer als im Vorquartal. Sie rechnen mit einem Anstieg des Swiss Performance Index (SPI) auf 9390 Punkte in den nächsten drei Monaten. Bereits im Dezember hatten sie dem SPI Gewinne vorhergesagt auf 8708 Punkte, nachdem sie zuvor noch von Verlusten ausgegangen waren.

Für den Consensus Forecast befragt die KOF vierteljährlich Experten. Er widerspiegelt die gemittelten Antworten.