• sda / barfi / keystone
  • Aktualisiert am

Schwergewichte bescheren deutliche SMI-Verluste

Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Donnerstag deutlich im Minus beendet, nachdem der SMI an den zwei vorangegangenen Tagen noch jeweils ein kleines Plus verzeichnet hatte.

Viel Zeit für ein Jahresendrally bleibe damit nicht mehr, jetzt wo der letzte Monat des Jahres angebrochen ist, hiess es am Markt. Im November legte der Schweizer Leitindex 0,6 Prozent zu - trotz der Turbulenzen rund um die US-Präsidentschaftswahl und Donald Trumps Überraschungssieg. Im Jahresverlauf steht der SMI allerdings über 10 Prozent im Minus.

Vor dem US-Arbeitsmarktbericht am (morgigen) Freitag und dem Verfassungsreferendum in Italien am Sonntag hielten sich die Investoren eher zurück, berichteten Händler.

Der Swiss Market Index (SMI) verlor am Schluss 1,00 Prozent auf 7796,81 Punkten und schloss damit nur wenig über dem Tagestief.

Defensive Sektoren, die üblicherweise weniger stark von konjunkturellen Schwankungen abhängig sind, standen europaweit auf den Verkaufslisten. Zu den Abschlägen im SMI trugen denn auch massgeblich die Scheine der Schwergewichte Nestlé (-1,6 Prozent) sowie Roche und Novartis (je -2,0 Prozent) bei.

Die stärksten Gewinne verbuchten die Titel der Credit Suisse (+3,0 Prozent). Citigroup bestätigte die Kaufempfehlung für die Aktien der Grossbank und erhöhte das Kursziel auf 18,20 Franken Insgesamt verfüge die Bank über ein grosses Potenzial, indem die Vermögensverwaltung ausgebaut und das Investmentbanking restrukturiert werde.

Auch UBS (+0,2 Prozent) drehten am späten Nachmittag leicht ins Plus, nachdem die Grossbank den Standort für die angekündigte Europa-Bank - die zusammengelegten europäischen Aktivitäten im Bereich der Vermögensverwaltung - nun offiziell auf Frankfurt bestimmt hat. Die UBS will hier sowohl die verwalteten Vermögen als auch die Gewinne in den kommenden Jahren im zweistelligen Bereich steigern.

Am breiten Markt fielen unterdessen die Aktien der Industriegruppe Accu (-25 Prozent) stark zurück, nachdem das Unternehmen über Liquiditätsprobleme bei der Tochter Nexis berichtet hatte.