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Technologiefolgen werden immer schwerwiegender

Drohnen, autonome Autos und andere technische Neuerungen können zu milliardenteuren und nicht versicherten Risiken für die Bevölkerung führen. Das Weltwirtschaftsforum (WEF) startete zusammen mit etlichen Akteuren, darunter die Schweiz, am Donnerstag eine Initiative.

Daran beteiligten sich Versicherungen wie Zurich und Swiss Re, Technologieunternehmen und Staatsvertreter. In einem am Donnerstag präsentierten Bericht rufen die Akteure dazu auf, das Gefälle bei den Führungssystemen bei den Innovationsrisiken zu vermindern. Dazu sollten Verantwortlichkeiten festgelegt und der Datenaustausch gefördert werden.

Die Schweiz ist im Führungsgremium der Initiative. Jörg Gasser, Leiter des Staatssekretariats für internationale Finanzfragen, erklärte, gegen die Cyber-Risiken sei der Datenaustausch wesentlich.

Die Kosten der Risiken der neuen Technologien sind nicht bekannt, wie das WEF mitteilte. Die Initiative wolle den Gesellschaften bei der Vorbereitung, Verarbeitung und Bewältigung der Folgen von Technologieproblemen helfen.

Gemäss jüngsten Schätzungen können die nicht versicherten Schäden eines Störung bei einem Cloud-Betreiber auf Nutzerseite 80 Prozent der Schadensummer ausmachen. Der ungedeckte Betrag steigt auf 90 Prozent bei von zahlreichen Unternehmen genutzten Systemen.

In einem Szenario werden die wirtschaftlichen Einbussen auf zwischen 15 Milliarden und 120 Milliarden Dollar geschätzt. Gemäss einer anderen Berechnung könnte der negative Einfluss auf das Bruttoinlandprodukt innert fünf Jahren 4500 bis 15'0000 Milliarden Dollar erreichen.

Neben der Schweiz beteiligen sich die EU-Kommission und sechs weitere Länder an der Initiative. Weitere Aktionen sind für 2018 geplant.