Vor 400'000 Jahren lebten in Portugal bereits Menschen - darauf deutet zumindest ein Schädel hin, der bei Aroeira, südlich von Lissabon, ausgegraben wurde. (Symbolbild)
Vor 400'000 Jahren lebten in Portugal bereits Menschen - darauf deutet zumindest ein Schädel hin, der bei Aroeira, südlich von Lissabon, ausgegraben wurde. (Symbolbild)
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400'000 Jahre alter Menschenschädel in Portugal ausgegraben

Wissenschaftler haben in Portugal einen etwa 400 000 Jahre alten menschlichen Schädel gefunden - eines der ältesten derartigen Fossilien, die je in Europa entdeckt wurden.

Die Forscher um João Zilhão von der Universität Barcelona seien in einer Ausgrabungsstätte bei Aroeira auf den Schädel gestossen, teilte die an den Grabungen beteiligte Universität Complutense Madrid (UCM) mit.

Die Forschungsergebnisse wurden in den "Proceedings" der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften veröffentlicht. Die Archäologin Montserrat Sanz bezeichnete den Fund als "unerwartetes Geschenk". Das Team habe am letzten Tag von Grabungen im Jahr 2014 plötzlich neben einer Säule den Schädel entdeckt. Auch Tierreste und Steinwerkzeuge seien gefunden worden.

Während es bei anderen Funden aus der gleichen Epoche oft Zweifel an der genauen Datierung gebe, sei diese im Fall des Schädels von Aroeira eindeutig, so die Forscher. Nie zuvor sei so weit westlich in Europa ein menschliches Fossil des mittleren Pleistozäns gefunden worden.