• sda / barfi / keystone
  • Aktualisiert am

Unesco erweitert Liste des immateriellen Kulturerbes

Das Unesco-Komitee hat auf seiner Tagung in Südkorea am Mittwoch neun traditionelle Fertigkeiten und Wissensformen neu in die Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Dazu zählen etwa die Musik und Poesie der kubanischen Bauern Punto, der Gruppentanz Kochari aus Armenien und die traditionelle Kunst des Shital-Pati-Webens in Bangladesch.

Damit umfasst die Liste, die die Vielfalt des immateriellen Kulturerbes weltweit abbilden soll, nun 374 Kulturformen, wie die deutsche Unesco-Kommission in Bonn am Mittwoch mitteilte. Über die deutsche Bewerbung Orgelbau und Orgelmusik soll an diesem Donnerstag beraten werden.

In die "Liste des dringend erhaltungsbedürftigen Immateriellen Kulturerbes" wurden sechs Elemente eingeschrieben, darunter die türkische Pfeifsprache, der traditionelle Poesievortrag Al Azi in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie die Dikopelo-Musik der Volksgruppe Bakgatla-ba-Kgafela in Botswana. Nur noch wenige Menschen praktizierten diese überlieferten Bräuche, hiess es. Die Unesco will mit der Aufnahme in die Liste Aufmerksamkeit dafür schaffen.

Die Sitzung des zuständigen Unesco-Ausschusses auf der südkoreanischen Ferieninsel Jeju dauert bis zum 9. Dezember.