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Daimler investiert eine Milliarde in Elektromobilität

Ein Batteriegehäuse als Grundstein - mit dieser symbolischen Geste hat Daimler am Montag im sächsischen Kamenz die Grundsteinlegung für eine zweite Batteriefabrik gefeiert. Daimler-Chef Dieter Zetsche sagte, sein Konzern wolle "treibende Kraft des Wandels" hin zur Elektromobilität sein.

Daimler will nach eigenen Angaben etwa eine Milliarde Euro in einen globalen Batterie-Produktionsverbund investieren. Etwa die Hälfte soll demnach in die zweite Batteriefabrik in Kamenz fliessen, wo die hundertprozentige Daimler-Tochtergesellschaft Deutsche Accumotive seit 2012 Batterien für die Elektro- und Hybridfahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart baut.

Die Erweiterung des Werks sei "die Initialzündung für den Aufbau der ersten Premium-eBattery-Factory", erklärte Markus Schäfer, Bereichs-Chef bei Mercedes-Benz Cars bei der Grundsteinlegung. Die lokale Produktion von Batterien sei ein "wichtiger Erfolgsfaktor", um die weltweite Nachfrage nach Elektroautos zu bedienen.

Tatsächlich könnten effiziente Ladesysteme künftig entscheidend sein, um sich im immer härteren Wettbewerb um die Produktion von Elektroautos von der Konkurrenz abzuheben. Die setzt wie Daimler verstärkt auf E-Mobilität - auch wegen immer strengerer Emissionsvorgaben der Politik.

Mitte 2018 soll in Kamenz das neue Werk in Betrieb gehen. Gebaut wird es in unmittelbarer Nähe zum ersten Accumotive-Werk. Durch die Erweiterung will Daimler die Produktions- und Logistikfläche seiner Tochtergesellschaft auf insgesamt etwa 80'000 Quadratmeter vervierfachen. Die Zahl der Mitarbeiter am Standort soll in den folgenden Jahren schrittweise erhöht werden und bis 2020 bei über tausend liegen.

Bis 2022 will Daimler bei den Pkw-Modellen mehr als zehn reine Elektroautos in Serie haben. Diesen um drei Jahre verkürzte Zeitrahmen bei der Entwicklung von Elektroautos hatte Daimler-Chef Zetsche bereits im März bei der Generalversammlung des Konzerns vorgegeben. Daimler wolle zudem die gesamte Flotte weiter hybridisieren und auch bei den Nutzfahrzeugen die Elektrifizierung vorantreiben, erklärte Zetsche.