Gebratene Froschschenkel
Gebratene Froschschenkel
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Delikatessen "aus der Folterkammer"

Froschschenkel und Stopfleber - ihre Produktion ist in der Schweiz verboten. Trotzdem dürfen die Erzeugnisse legal importiert werden. Der Tierschutz spricht von "Delikatessen aus der Folterkammer".

Als "besonders heuchlerisch und widersinnig" prangert der Tierschutz (STS) die Situation bei den Froschschenkeln an. Gemäss Vorgaben des Bundes dürften Frösche zwecks Tötung und Verwendung ihrer Schenkel importiert werden, schreibt der STS in seinem Bericht "Tierwohl im Detailhandel 2015/2016" und verweist auf seinen im Sommer veröffentlichten Delikatessen-Report.

Aus Tierschutzsicht als vorbildlich gelten Volg und Coop, die keine solchen Produkte anbieten. Die Migros führt Stopfleber - auf Französisch foie gras - in ihren Filialen in der Romandie und im Tessin. Manor bietet gemäss STS-Angaben neben Stopfleber auch Froschschenkel, lebendigen Hummer und Kaviar an.