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Herzschrittmacher mit Sicherheitslücken: Auch Basler betroffen

Rund 5000 der schweizweit 35'000 implantierten Herzschrittmacher weisen Sicherheitslücken in ihrer Software auf. Sie stammen von der US-amerikanischen Firma Abbott, vormals St. Jude Medical.

Kein gutes Gefühl haben in diesen Tagen Menschen, die einen Herzschrittmacher der Firma Abbott besitzen. Hacker sollen dies ausnutzen können, indem die Frequenz des Schrittmachers erhöht oder abgestellt, oder die Batterien entladen wird. Der Blick schreibt: «Staatspräsidenten mit Herzschrittmacher haben das Potenzial für Terrorattacken oder Mordanschläge» und verbreitet damit Angst und Schrecken. Fakt ist, dass das Ausnutzen der Lücken, wenn überhaupt, nur aus geringer Distanz möglich ist.

Universitätsspital Basel: Kein Grund zur Sorge 

Auf Anfrage von barfi.ch erklärt das Universitätsspital Basel, dass bisher zwischen 50 und 70 solcher Herzschrittmacher implantiert wurden. Falls sich Betroffene melden, wird ihnen erklärt, dass sie sich keine Sorgen machen sollen. Die Wahrscheinlichkeit, einen Hacker-Angriff zu erleiden, sei lediglich theoretischer Natur und in der Realität praktisch unmöglich zu realisieren. Zudem werden die Träger dieser Herzschrittmacher bei der nächsten Konsultation im Universitätsspital ein Update erhalten.

Welche Geräte sind betroffen?

Betroffen ist laut ICS-CERT die Firmware der Modelle Accent (inklusive der Varianten MRI und ST), Allure, Anthem und Assurity (MRI). Abbott habe Firmware-Updates veröffentlicht, die seit dem 28. August produzierte Geräte bereits an Bord haben.