Im vergangenen Jahr sind so viele Bienen wie seit 20 Jahren nicht mehr durch Pflanzenschutzmittel vergiftet worden. Auch wer seinen Garten pflegt, ist gefordert. (Symbolbild)
Im vergangenen Jahr sind so viele Bienen wie seit 20 Jahren nicht mehr durch Pflanzenschutzmittel vergiftet worden. Auch wer seinen Garten pflegt, ist gefordert. (Symbolbild)
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Im 2017 so viele Bienen vergiftet wie seit 20 Jahren nicht mehr

Seit 20 Jahren sind nicht mehr so viele Bienen durch Pflanzenschutzmittel vergiftet worden wie im vergangenen Jahr. Doch nicht nur die Landwirtschaft, auch wer seinen Garten pflegt sollte vorsichtig mit Pflanzenschutzmitteln umgehen.

Dies fordert apiservice, das Beratungs- und Kompetenzzentrum für Bienen, am Mittwoch in einer Mitteilung. Mehrere 100'000 Bienen seien im vergangenen Jahr wegen einer Vergiftung durch ein Pflanzenschutzmittel gestorben. Wären die Mittel sachgemäss oder wenn möglich gar nicht eingesetzt worden, hätte der Tod der Bienen vermieden werden können, schreibt apiservice.

Wer seinen Garten pflege, solle die Pflanzenschutzmittel strikt nach der Gebrauchsanweisung anwenden - wenn es überhaupt zwingend nötig sei. "Die Aufschrift 'SPe - Bienengefährlich' bedeutet, dass ein Produkt nicht tagsüber während des Bienenflugs angewendet werden darf", lässt sich Marianne Tschuy vom Bienengesundheitsdienst zitieren.

Solche Mittel könnten bereits in kleinsten Mengen zum sofortigen Tod der Sammelbienen führen. Noch schlimmere Auswirkungen habe jedoch ein verzögertes Sterben der Bienen. Diese würden den vergifteten Pollen und Nektar in den Stock bringen. Dort könne das Gift zum Tod des gesamten Bienenvolks führen.