©Kim Culetto
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  • Andreas Schwald
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«Spirit Animal»: Die wunderschönen Seelenbilder des Baslers Kim Culetto

Es sind Seelenbilder, die des Menschlichen und Animalischen, eine Hommage an die Zärtlichkeit, die allem Wilden innewohnt. Die Serie «Spirit Animal» des Basler Fotografen Kim Culetto illustriert in wunderschöner Intimität die Verletzlichkeit unserer Welt.

Kim Culetto ist Fotograf, Filmemacher, Regisseur. Der junge Basler hat sich der Kunst verschrieben mit einem Flair für kraftvolle, direkte Portraits. Sie beschreiben das Selbstverständnis und damit auch die Verletzlichkeit einer Generation, von der man sagt, dass sie zwischen den kühlen Posen einer virtuellen Welt und steter Verfügbarkeit verloren geht. Es sind Bilder von direkter Natürlichkeit, würdevoller Intimität.

«Spirit Animal» heisst seine aktuelle Serie und es ist eine Hommage an die indonesische Künstlerin Elicia Edijanto. Es sind die Werke, in denen sich Edijanto mit zärtlicher Begegnung von Menschen mit wilden Tiere auseinandersetzt, die Culetto zu den Montagen inspiriert haben. Auch in Edijantos Arbeit spiegelt sich das Ursprüngliche in der Intimität: es sind Traumwelten, die sie mit einfachen Wasserfarben erschafft.

Culetto arbeitet aber nicht mit Farbe und Pinsel, sondern mit Fotografien, aus denen er die Bilder montiert. Die vordergründige Flächigkeit der Bilder, das mutmasslich Zweidimensionale, wird mit einem Schlag aufgebrochen durch die Begegnung zwischen Mensch und Tier, dem Wilden und dem Zarten. Eine Liebesbekundung an das Animalische und zugleich Sanfte, das jeder Seele innewohnt.

Die Bilder zeigen die Freiheit der Seele…

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… durch die erstaunlich realistisch wirkende Begegnungen zwischen dem vermeintlich verletzlichen Menschen und dem vordergründig wilden Tier. 

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Es begegnet sich, was als trennend gilt, und illustriert damit eine Welt, wie sie sein könnte, vielleicht ja auch sein sollte.

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Es ist diese traumgleiche Harmonie, wenn das Starke sich mit dem Schwachen vereint…

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… die uns zeigt, was die wirklich wichtigen Dinge sind.

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Denn am Schluss leben wir alle zusammen hier auf dieser Erde, wir teilen sie. Ob als Mensch, ob als Tier: Wir brauchen diese eine Welt, die wir haben.

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Modell für die Serie stand Hanna Walter, Kims Freundin. Inspiration für die Bilder waren die Werke von Elicia Edijanto aus Indonesien, die zauberhaft zärtliche Begegnungen mit Aquarellfarben festhält.

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Kim Culetto ist Fotograf und Regisseur, er lebt in Basel. Aktuell arbeitet er am Spielfilm «Bahama Sunrise», eine Geschichte über «Liebe. Sex. Hass. Und so.» Der Film befindet sich in der Abschlussproduktion. Culetto fotografiert unter anderem für das Theater Basel und dreht Videoclips für Musiker wie Baschi, Kopfgewitter und Bleu Roi.

Hanna Walter lebt in Basel und ist Fashionbloggerin. Sie betreibt das Portal Behindhermaskblog.com.