Foto: Historisches Museum Basel
Foto: Historisches Museum Basel
  • mm
  • Aktualisiert am

Ausstellung zum 350. Geburtstag von Basler Pionier Bernoulli

Anlässlich des 350. Geburtstags von Johann I Bernoulli widmet sich eine kleine Ausstellung im Museum für Geschichte des Historischen Museums Basel dem Wirken und der internationalen Vernetzung des weltberühmten Mathematikers. Johann I Bernoulli zählt zusammen mit seinem Bruder Jacob und seinem Sohn Daniel zum glänzenden "Dreigestirn der Mathematik" in Basel.

Die in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Basel gezeigte Schau präsentiert neben der Gesamtausgabe von Bernoullis Schriften u.a. seine Diplome aus Berlin, Paris und St. Petersburg, seinen handschriftlichen Lebenslauf sowie ein Porträt. Die Ausstellung ist bis 12. November 2017 zu sehen.  

Als Sohn einer Basler Kaufmannsfamilie erschloss sich Johann Bernoulli zusammen mit seinem Bruder ab 1684 autodidaktisch die damals noch rätselhafte Infinitesimalmathematik, die Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) erfunden hatte. Bernoulli baute deren Methoden aus und löste mit ihnen schwierigste Probleme in den Bereichen Mathematik, Physik  und Astronomie. Als Professor der Mathematik in Groningen (1695-1705) und Basel (1705-1748) machte Bernoulli zudem in Vorlesungen, Publikationen und Briefwechseln die Leibnizsche Mathematik lehr- und lernbar. Damit wurde er – nicht zuletzt auch über zahlreiche prominente Schüler wie Leonhard Euler – zum Pionier der Differential- und Integralrechnung in Europa.