Sitz der Medartis in Basel.
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Basler Hochschul Start-up wird erfolgreich an Medartis verkauft

Das Basler Medizintechnik-Jungunternehmen Mimedis ist an den Implantat-Spezialisten Medartis verkauft worden. Das Fachhochschul-Spin-off Mimedis hat eine neue Technologie mit 3D-Druckern entwickelt, die exakte individuelle Implantate schnell verfügbar macht.

Mimedis war 2013 von Forschern der Hochschule für Life Sciences der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) und des Universitätsspitals Basel (USB) in Basel gegründet worden. Heute zählt die Firma vier Köpfe. Die Übernahme erfolgte per Mittwoch, wie die FHNW am Donnerstag mitteilte. Der Kaufpreis werde nicht publiziert.

Mimedis stellt anhand von Ärzten gelieferten Daten individualisierte Knochenplatten und Ersatzteile im 3D-Drucker her. Das ist nicht nur wesentlich schneller als klassische Methoden, sondern beschleunigt dank genauer Passform den Heilungsprozess und reduziert das Nachoperations-Risiko, wie die FHNW weiter schreibt.

Die 1997 in Basel gegründete Medartis ist ein grosser Player im Implantatgeschäft, mit Spezialgebiet Gesichtsschädel und Extremitäten. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen mit 360 Angestellten in über 35 Ländern einen Umsatz von knapp 100 Millionen Franken erzielt.