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Fusion: bz-Mutter AZ Medien und NZZ-Mediengruppe suchen Grössenvorteil

Die Verantwortlichen von AZ Medien und NZZ-Mediengruppe haben am Donnerstag in Zürich vor den Medien den Zusammenschluss ihrer Regionaltitel als historischen Schritt in der Schweizer Mediengeschichte bezeichnet. Das neue Unternehmen deckt weite Teile der Deutschschweiz ab - von St. Gallen über Luzern bis Solothurn.

Peter Wanner, der Verleger der AZ Medien, und Etienne Jornod, der Verwaltungsratspräsident der NZZ-Mediengruppe, gaben der geschäftlichen Beziehung der beiden Unternehmen am Donnerstag den Anstrich einer Männerfreundschaft.

Lobte Jornod die konstruktive Art, wie Wanner in die Gespräche ging und die Geschwindigkeit, mit welcher der Deal abgeschlossen wurde, erzählte Wanner von der Wertschätzung Jornods für Familienunternehmen und davon, wie gut er sich mit ihm über Fussball unterhalten habe.

Für beide Parteien steht fest: Sie hätten sich keinen anderen Partner für einen Zusammenschluss vorstellen können. Was wohl auch daran liegt, dass die Auswahl ohnehin klein ist.

"Wir bündeln unsere Kräfte im regionalen Mediengeschäft", sagte Jornod, "und schaffen damit ein schlagkräftiges Regionalmedienunternehmen". Das neue Unternehmen werde die Nummer eins in der Deutschschweiz werden.

Nimmt man die regionalen Zeitungstitel von AZ Medien und der NZZ-Mediengruppe zusammen, decken sie von der Ost- über die Zentralschweiz bis ins Seeland einen Grossteil der Deutschschweiz ab. "Wir müssen jetzt die Weichen richtig stellen", sagte Jornod. Es gelte, den Grössenvorteil zu nutzen, den das neue Unternehmen haben wird.

Peter Wanner sagte, für ihn sei der Zusammenschluss nicht einfach gewesen: "Ich gebe die ganzen AZ Medien in ein Joint Venture hinein." Aber der Medienmarkt verändere sich gerade fundamental. Das neue Unternehmen sei auf die Herausforderungen vorbereitet.