Bild: Museum der Kulturen
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Gab es den Stern von Bethlehem wirklich? Das Museum der Kulturen liefert Antworten

Das Museum der Kulturen Basel zeigt in seiner Weihnachtsausstellung wie vielfältig der Stern von Bethlehem dargestellt wird und leitet daraus die Frage ab, ob es ihn überhaupt gegeben hat. 

Ausgehend von seiner Erwähnung im Matthäusevangelium, beschäftigen sich die Menschen seit fast zwei Jahrtausenden mit seiner Existenz und Bedeutung. Er dient als Inspiration: Er wurde und wird auf Kunstwerken und Gebrauchsgegenständen verewigt, in Geschichten verpackt oder wissenschaftlich erforscht. Die Weihnachtsausstellung «Der Stern von Bethlehem» im Museum der Kulturen Basel präsentiert eine feine Auswahl populärer Darstellungen aus seiner Sammlung.

Dabei wird deutlich, dass der Stern für die Menschen einerseits sehr real ist. Er bietet Orientierung, weist den richtigen Weg – wie den Hirten und drei heiligen Königen in der Weihnachtsgeschichte. Mit seiner Strahlkraft bringt er Licht ins Dunkle und damit Hoffnung. Der Stern an und für sich ist zu einem Symbol für das Himmlische, Unsterbliche, Gute, Aussergewöhnliche und Kostbare geworden.

Andererseits diskutieren Astrologen, Astronomen, Theologen und Historiker bis heute, ob das Erscheinen des Sterns von Bethlehem ein reales Ereignis war. Auch die Frage, welcher Himmelskörper in Zusammenhang mit der Geburt von Jesus Christus stehen könnte, ist ungeklärt. War es ein Komet, eventuell gar der Halleysche? Oder handelte es sich um eine komplexe Konstellation von Himmelskörpern? Die Ausstellung – kuratiert von Alexander Brust – gibt Einblick in vergangene und aktuelle Fragestellungen.

 Variable Form

Die rund 90 Objekte in der Ausstellung im Hedi Keller-Saal werden in einem riesigen Stern und auf seinem geschwungenen Schweif präsentiert. Der Stern von Bethlehem leuchtet im mexikanischen Krippenspiel ebenso wie auf allen gezeigten Krippen, Karten, Kinderbüchern oder Hinterglasbildern. Seine Form variiert jedoch von Objekt zu Objekt.

Besonders vielfältig sind die künstlerischen Interpretationen in den circa 40 ausgestellten Weihnachtskrippen aus Europa und Amerika. Zu sehen sind Sterne mit fünf, sechs oder acht Zacken, Kometen- oder Schweifsterne, Strahlsterne sowie Barocksterne. Oft leuchtet der Stern von Bethlehem über dem Stall, aber meist im Hintergrund am Himmel. 

Wie sehr der Mensch auf die Strahlkraft der Sterne auch ausserhalb von Weihnachten setzt, verdeutlicht die Ausstellung «Sonne, Mond und Sterne». Ein Abstecher in diese Ausstellung gleich nebenan lohnt sich.