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  • Kenneth Steiner
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Korrektur im Rhein: Erhöhte Vorsicht für Rheinschwimmer und weitere Einschränkungen

Im Oktober 2017 bekamen die Schweizerischen Rheinhäfen grünes Licht für das Ausbaggern des Basler Rheins für die Schifffahrt. Nächste Woche beginnt nun die Korrektur dieser Schifffahrtsrinne. In der Bauzeit wird es für die Schifffahrt zu Einschränkungen kommen und für die Rheinschwimmer ist erhöhte Vorsicht geboten.

         

Die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) hätten am liebsten schon 2016 mit den Arbeiten an der Rheinrinne begonnen. Nach diversen Abklärungen, Gesprächen und einem Rechtsstreit, können die Arbeiten in der Rinne nun nächste Woche beginnen.

Ein Bericht zum Klimawandel des Bundesrates ist die Grundlage für den Ausbau. Nun realisieren die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) zusammen mit dem Tiefbauamt Basel-Stadt eine Erhöhung der Mindestfahrtrinnentiefe um 30 Zentimeter. Für die Korrektur dieser Rinne ist eine punktuelle Abtragung der Rheinsole notwendig.

Virtuelles Sicherheitskonstrukt

Die besagte Schifffahrtsrinne ist nicht greifbar wie eine Bahnschiene, sondern vielmehr ein virtuelles Sicherheitskonstrukt nach Bundesvorgaben über dem unebenen Relief des Flussgrundes. Erhebungen will man konkret bis zu 30 Zentimeter sachte abfräsen, damit Frachter auch bei niedrigem Pegel voll beladen fahren können. Künftig sollen so durchgehend 3,50 statt 3,20 Meter Abladetiefe bereit stehen. Die Rheinhäfen bereiten sich mit dieser Massnahme auf längere Perioden mit Niedrigwasser vor, die als Folge der Klimaerwärmung erwartet werden. Es soll jedoch vor allem die Erreichbarkeit und Konkurrenzfähigkeit der südlichen Rheinhäfen Birsfelden und Auhafen Muttenz erhöht werden. 30 Zentimeter klingt nicht nach viel. Aber unterschätzt werfen darf die Massnahme nicht: So können «pro Schiff 300 bis 340 Tonnen mehr geladen werden», erklärt Florian Röthlingshöfer, stellvertretender Leiter Areale und Hafenbahn der Schweizerischen Rheinhäfen.

Das Projekt kostet die SRH 4,2 Millionen Schweizer Franken. Dafür werden auf einer Strecke von vier Kilometern zwischen dem Kraftwerk Birsfelden und der Basler Dreirosenbrücke Material abgetragen. Kommenden Montag wird die erste Bauphase im Sektor 2 zwischen St. Alban-Fähre und Münster-Fähre beginnen. Diese Bauphase wird rund vier Wochen andauern. Die Arbeiten zwischen der Dreirosenbrücke und der Birsmündung müssen zum Schutz der Fische im Rhein bis Ende Februar 2019 abgeschlossen sein.

Erhöhte Vorsicht für Rheinschwimmer

Die Arbeiten finden zwar alle innerhalb der Schifffahrtsrinne statt und werden zu keinen Erschütterungen oder Wellenschlag führen, dennoch werden die Rheinschwimmer mit Warntafeln auf die Arbeiten hingewiesen und um einen Mindestabstand von 50 Metern gebeten. Am jeweiligen Standort der aktuellen Arbeiten werden zudem auf beiden Uferseiten Informationstafeln aufgestellt.

Und auch die Schifffahrt - sowohl Personen- wie auch Güterschifffahrt - muss während der Bauarbeiten diverse Einschränkungen in Kauf nehmen. So kommt es zeitweise zu Sperrungen. Für Güter- und Tankschiffe besteht überdies teilweise Lotsenpflicht. Nach sieben Monaten Bauen, wird man keine Veränderung im Rhein sehen - ausser Schiffe, die schwerer beladen sind als jetzt. 

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