Foto: Kushal Sejwal
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Matthäuskirche: Polizei stoppt unbewilligte Demo

Am frühen Donnerstagabend formierte sich vor der Matthäuskirche im Kleinbasel im Nachgang zur Kontrolle des Migrationsamts vom gleichen Tag ein unbewilligter Demonstrationszug mit bis zu 300 Teilnehmern. Trotz wiederholter Abmahnung durch die Kantonspolizei versuchten die Kundgebungsteilnehmer ins Grossbasel zu gelangen und hielten sich nicht an die Vorgaben der Polizei. Die Polizisten wurden mit Flaschen und Pyrofackeln beworfen und mit Laserpointern geblendet. Zum Selbstschutz und zur Durchsetzung der Vorgaben setzte die Kantonspolizei Gummischrot und Reizstoff ein.

Der Demonstrationszug zog nach 18 Uhr von der Matthäuskirche in die Clarastrasse. Trotz Abmahnung durch die Polizei, den Marsch nicht weiter fortzusetzen, zogen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer weiter in Richtung Messeplatz. Um den Zug zu stoppen, setze die Polizei in der Clarastrasse kurz Gummischrot ein. Der Demonstrationszug setzte seinen Marsch in Richtung Wettsteinbrücke fort. Die Polizei sperrte die Wettsteinbrücke und machte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erneut darauf aufmerksam, dass eine Fortsetzung des Zuges ins Grossbasel und somit zum Untersuchungsgefängnis nicht toleriert wird. Daraufhin zog die Kundgebung zur Mittleren Brücke und versuchte erneut auf die andere Rheinseite zu wechseln. Die erneute Abmahnung der Polizei wurde nicht befolgt und die Polizistinnen und Polizisten wurden mit Flaschen und Pyrofackeln beworfen. Um die Situation unter Kontrolle zu halten, setzte die Polizei erneut Gummischrot ein. 

Der Demonstrationszug begab sich zurück auf den Matthäuskirchplatz. Eine Gruppe von rund 150 Personen formierte sich kurze Zeit später zu einem weiteren Kundgebungszug zum Messeplatz. Die Polizei mahnte die Gruppe wiederholt ab und forderte die Anwesenden auf, den Platz freizugeben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich zwischenzeitlich mit Schutzmaterial ausgerüstet. Um den Messeplatz zu räumen setzte die Polizei gezielt Reizstoff ein. Gegen 21 Uhr begaben sich die Kundgebungsteilnehmerinnen und -teilnehmer wieder auf den Matthäuskirchplatz, wo sich die Kundgebung rasch auflöste. Die Kantonspolizei führte diverse Personenkontrollen durch und hielt vier Personen polizeilich an.

Bis zum Einsatzende gingen bei der Polizei keine Meldungen über Sachbeschädigungen oder verletzte Personen ein. Während der gesamten Kundgebungsdauer kam es zu wiederholten Behinderungen des öffentlichen Verkehrs.