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TRAS beharrt auf sofortige Fessenheim-Schliessung

Der Trinationale Atomschutzverband (TRAS) ist empört über den Entscheid der Electricité de France (EDF), die Fessenheim-Schliessung weiter hinauszuschieben. «Fessenheim hat den Nachweis, ob eine funktionierende Notkühlung existiert, bis heute nicht erbracht, die Anlage ist auch nicht erdbebensicher», erklärt Professor Jürg Stöckin, Präsident von TRAS.

«Die Schliessung wurde ursprünglich für 2016 versprochen. Das französische Energiegesetz sieht eine Absenkung des Atomstromanteils auf 50 Prozent bis 2025 vor. Die EDF und die Aufsichtsbehörde ASN blockieren mit ihrem Festhalten an einer veralteten Hochrisiko-Technik die Umsetzung der parlamentarischen Beschlüsse».

Antrag auf Ausserbetriebnahme von Block 2

TRAS hat am vergangenen Freitag beim höchsten Gericht in Paris (Conseil d’Etat) Antrag auf eine superprovisorische Verfügung zur Ausserbetriebnahme von Reaktor 2 gestellt. Der Dampfgenerator von Block 2 hat die vorgeschriebenen Qualitätsnormen nachweislich nicht erfüllt.

Drei öffentliche Referate zur Atomsicherheit

An der TRAS Jahresversammlung vom kommenden Montag in Basel werden drei öffentliche Vorträge über die technischen Schwächen der Alt-Reaktoren von Fessenheim und Beznau informieren. Eine ausführliche Stellungnahme zu den Vorgängen inkl. Resolution der anwesenden Gemeinde-Vertreter ist geplant. Regierungsrat Lukas Engelberger wird die TRAS Mitglieder aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz mit einem Grusswort willkommen heissen.