Die etwas anderen Wienachtsgutzi in der KULT-Bäckerei.
Die etwas anderen Wienachtsgutzi in der KULT-Bäckerei.
  • Binci Heeb
  • Aktualisiert am

Wienachtsgutzi backen mit der KULT-Bäckerin

Wienachtsgutzi: traditionell und trotzdem ganz anders. Hier ein aussergewöhnliches Rezept und dessen Urheberin.

Im vergangenen Jahr backte barfi.ch für die Festtage köstliche rosa Pfeffernüsse. Unsere diesjährige Auswahl fiel auf eine ausgefallene Variante der beliebten, aber ehrlich etwas langweiligen Sablés. In der neuen Backstube der KULT-Bäckerei an der Elsässerstrasse besuchten wir Lea Gessler und halfen ihr eine spezielle Variante des Klassikers zuzubereiten: mit Safran! 

Noch keine zwei Monate ist es her seit die Bäckerei KULT eine Filiale im St. Johann an der Elsässerstrasse 43 eröffnen konnte. Die «grosse Schwester», wie sie die KULT-Gründer Lea Gessler und Leon Heinz bezeichnen. Seither wurde das ursprüngliche Team einer gerade einmal handvoll Initianten in wenigen Wochen von 30 auf 35 Mitabeitenden – die meisten davon in Teilzeit – aufgestockt. Und der Laden brummt, wie barfi.ch sich überzeugen konnte. Von jung bis alt sind alle Altersschichten vertreten, auffallend die vielen Mütter mit ihren Knirpsen. Denn hier gibt es genügend Platz für den Kinderwagen. Die Stimmung ist fröhlich und unbeschwert. 

Lea Gessler meldet sich ein paar Minuten vor dem ausgemachten Termin per SMS mit der Mitteilung, dass sie sich etwas verspäten wird, da sie noch den richtigen Knethaken holen muss. Pünktlich zur ausgemachten Zeit trifft sie dann trotzdem auf dem Fahrrad ein. Drei der noch benötigten Geräte am Velolenker angehängt. Die mit allen Schikanen ausgestattete Kenwood-Küchenmaschine hatte sie von ihrer Mutter zum Geburtstag erhalten und sie nach einem Jahr in die Backstube gebracht. «Hier nutze ich sie öfter» lautet ihre Erklärung, bevor es ans Backen geht. 

Lea Gessler und die fertigen Safran-Sablés.

Natürlich seien sie glücklich über den Erfolg und viele Ideen konnten noch gar nicht realisiert werden. So zum Beispiel das angekündigte Brunch-Angebot, welches wohl erst im Februar oder März umgesetzt werden dürfte. Ein lange gehegter Wunsch der leidenschaftlichen Brotbäckerin muss ebenfalls noch etwas warten. Sie will mit dem Velo von Land zu Land radeln, um die besten Brotrezepte vor Ort kennenzulernen, so wie die Wandergesellen auf der Walz. Ob daraus ein Buch entstehen wird, weiss sie noch nicht.  

Rezept Safran Sablés von Lea Gessler

Butter

300g

Zucker

200g

Safran

2 TL

Eier

2

Mehl

500g

Backpulver

½ TL

Salz

1 Prise

ZumTunken:

 

Weisse Schokolade

400g

ZurDekoration:

 

Safranblüten
(erhält man z.B. beim türkischen Quartierlädeli)

 

 

 

Gewicht pro Gutzi

ca. 14g

Anzahl Gutzi

ca. 80

Butter, Zucker und Safran mit dem Handmixer oder dem Flachrührer (bei Kenwood K Aufsatz) in der Küchenmaschine zusammen schaumig schlagen.
 Eier dazugeben, weiterschlagen bis es eine homogene Masse ist. (Kann 3-5 Min. dauern)

Mehl, Backpulver, Salz in einer separaten Schüssel mischen. Kurz unterrühren, bis die Masse zu einem sehr orangen Teig zusammenkommt.

Den Teig auf eine Frischhaltefolie legen, flach drücken (damit er schneller kalt wird) und ca. 1 Std. im Kühlschrank kaltstellen.

Aus dem Teig Fünfliber grosse runde Rollen formen und, für ein gleichmässig-rundes Resultat die Rollen nochmal ca. 30min in den Tiefkühler legen.

Die nun harten Rollen mit einem scharfen Messer in der gewünschten Dicke zu runden Sablé schneiden und mit 3 cm Abstand voneinander auf ein Blech legen.

Je nach Dicke, ca. 10-14 Minuten bei 180° C backen. Sie sollen sehr gelb bleiben und nur an den Rändern ein ganz klein wenig Bräune bekommen.

Die Sablé auskühlen lassen. 

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