• Ken Steiner, Martin Stich, Andy Strässle, Mira Lachmann
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Blick titelt: Rheinschwimmverbot für Basler. So ein Blödsinn!

Gross prangt die Überschrift auf der Homepage des «Blick»: Badeverbot für Basler. Ein kompletter Blödsinn sagt das Basler Justiz-und Sicherheitsdepartement. Ein solches Verbot gibt es überhaupt nicht.

Bei dreissig Grad ist es schon schön heiss. Aber noch nicht am heissesten. Das kommt noch. Heute Mittwoch soll das Thermometer bis auf 34 Grad klettern. Abkühlung verspricht da der Rhein. Schon gestern Mittag warfen sich bei 19 Grad Wassertemperatur unzählige Schwimmer in die Fluten. Am Abend dann der Schocker: Der Blick ruft ein Rheinschwimmverbot für die Basler aus. Grund: Die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft fände den Pegelstand nach wie vor zu hoch. Noch sei die Abflussmenge nach den Regenfällen zu gering, sagt Christian Senn von der Sektion Basel dem Boulevardblatt. Dementsprechend hoch sei auch das Risiko, im Rhein zu baden und das würde nicht nur für ungeübte Schwimmer gelten. Deshalb rät die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG davon ab im Rhein zu Schwimmen. Die Boulvardzeitung verkauft dies nun als «Badeverbot für Basler».

Andreas Knuchel, Mediensprecher des Basler Justiz-und Sicherheitsdepartements JSD, widerspricht dieser Aussage heftig: «Diese Aussage des «Blick» stimmt nicht und ich habe mich auch schon dort gemeldet und mittgeteilt, das diese falsche Aussage korrigiert wird», sagt Knuchel auf Anfrage von barfi.ch. «Selbst das JSD kann kein Schwimmverbot im Rhein aussprechen, wir können höchstens dringend davon abraten. Denn ein solches Verbot durchzusetzen ist praktisch nicht möglich und daher gibt es ein solches auch nicht», sagt Knuchel. «Wenn der Rhein jetzt das Kleinbasel komplett überflutet und damit der Rheinpegel mehrere Meter über der Marke wäre, dann ist klar, dass Schwimmen im Rhein verboten wäre».