Leckere Süssigkeiten bald im Gundeli – und noch viel mehr, mit Wein, vollen Tellern und Lust am Essen. © pixabay
Leckere Süssigkeiten bald im Gundeli – und noch viel mehr, mit Wein, vollen Tellern und Lust am Essen. © pixabay
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E Guete, Basel! Diesen Herbst spriessen neue kultige Beizen und hippe Cafés

Eigentlich blüht es ja im Frühling, aber der Basler Gastro-Herbst stellt alles in den Schatten: Eine Vielzahl von neuen Angeboten entsteht. Im Silogebäude an der Signalstrasse gibt es bald ein neues Restaurant, am Rheinsprung serviert Ferry Tales und an der Güterstrasse geht noch mehr auf als nur die neue Weinbar.

Nein, es sind nicht die grossen Gastroketten, die diesen Herbst Basel überrollen. Es sind vielmehr die kleinen Unternehmer, die den Baslern bald neu den Magen streicheln werden. Nach der Eröffnung des Food-Mekkas «Klara 13» an der Clarastrasse als Landmarke im September, halten die kommenden Monate ein neues Angebot bereit, das Hunger macht. Und Durst.

Rheinsprung: Von der Fääri direkt in den Magen

Die Menükarte der kommenden Saison präsentiert uns unter anderem das Kantonsblatt: Ein köstliches Häppchen ist der Laden namens «Ferry Tales», der anstelle der alten Kondomeria am Rheinsprung einzieht. Dort wird es unter anderem einen Spezialitätenimbiss geben. Das Angebot wird von den Betreibern mit «Basler Sonderheiten» umrissen. Wer also in der Innenstadt arbeitet, darf sich bald auf ein bisschen mehr Vielfalt bei der Speisung freuen. Verantwortlich für den Umbau ist übrigens das Büro «in situ» der bekannten Basler Umnutzungs-Architektin Barbara Buser. «Ferry Tales» bezieht sich natürlich nicht von ungefähr auf «Fääri» und die Verbindungen sind auf vielen Ebenen eminent: Schliesslich war Architektin Buser schon selbst als Fäärifrau tätig.

Dieses Gourmet-Gundeli! Bald mit noch mehr Süssem

Hipper wirds in den Quartieren, vor allem im Gundeli, mittlerweile ein Vorreiterquartier für die stilvolle Verpflegung. Dort hat nicht nur das ehemalige Café Fortuna kürzlich als neue schicke Weinbar mit durchdesigntem Interieur wiedereröffnet, nein, die Güterstrasse wird zur kultigen Gastromeile. Wo heute schon Bars, Cafés, Spezialitäten-Restaurant den Strassenrand säumen und als einzige den unsäglichen Basler Boulevard-Begriff ernst zu nehmen scheinen, kommt bald noch eine weitere Lokalität hinzu. Dort, wo an der Güterstrasse 149 bis vor kurzem ein E-Bike-Laden war, wird demnächst Gebäck serviert: Die RdC Basel GmbH. Das Vorhaben der Eigentümer: Betrieb eines Bäckerei-Cafés, «spezialisiert auf handgemachte Backwaren, Pâtisseries und Viennoiseries, täglich nach alten französischen Rezepturen frisch vorbereitet.» Wenn das mal nicht Appetit macht.

Signalstrasse: Ein Silobau wird zum In-Lokal – das wird gross

Im Norden der Stadt geht etwas. Dort baut nämlich die Stiftung Habitat um. Ein ganzes Lagergebäude wird umgenutzt als Restaurationsbetrieb mit Hintergrundmusik, Aussenbewirtung, Veranstaltungsraum, Beherbergung und Gewerberäume. Ein grosses Vorhaben der Stiftung, die gerne für geschmackvolle und kulturorientierte Grossprojekte verantwortlich zeigt. Mehr Details von der Stiftung werden in Kürze in Aussicht gestellt, sicher ist: Es gibt etwas Grosses. Und es darf sich nicht nur das Erlenmatt-Quartier darauf freuen.

Innenstadt: Tapas contra Schnellverpflegung

Während in den Quartieren die Liebe immer stärker durch den Magen geht, kommt auch die Innenstadt zu neuem Speis- und Trank: Wo früher der «Räägedropfe» bei der Haltestelle Theater war, öffnet in den kommenden Monaten das neue Tapas-Restaurant des Parterre One. Mysteriöser bleibt hingegen die Filiale von «Joe & the Juice» in der Freien Strasse, wo seit bald einem Jahr gewerkelt wird, ohne dass auch nur der Ansatz eines Eröffnungstermins bekannt wäre. 

Am Rhein muss es sein: Kranspeisen von Herrn Lutz

Nicht fehlen darf auf der Speisekarte der neue alte Hafenkran unterhalb der Dreirosenbrücke. Dort darf der Basler Gastro-Unternehmer Simon Lutz wirten. Wann Eröffnung ist, ist noch nicht sicher, laut Medienberichten steht bereits eine unbekannte Person bereit, die mit Einsprache gegen die Eingabe der Bewilligungen droht. Lutz, der bereits das Acqua und weitere Lokale betreibt, dürfte dem aber gelassen entgegenblicken, als Basler Gastro-Veteran hat er schon viele Einsprachen kommen und verhallen sehen. 

Basel schaut wieder über den Tellerrand

War es lange so, dass man sich nicht mehr vor neuen Burger-Läden retten konnte, so kommt jetzt Bewegung in die Szene. Die Quartiere gedeihen, erwachen zu neuem Leben und schaffen Angebote, die über die Einwohnerschaft hinaus wirken. Vor allem Gundeli und St. Johann gehören als grösste Basler Quartiere zu den Vorreitern, die Klybeck-Strasse ist einigen Jahren eine echte Gastrolandschaft für jeden Geschmack und mit Projekten an der Peripherie wie dem Silobau der Stiftung Habitat kommt Leben an die Stadtränder, die durch Aufwertung und Neubauten einzuschlafen drohten.

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