Eine Maschine der «Balair» auf dem Flugplatz Basel-Birsfelden. Quelle: Bildarchiv ETH Zürich
Eine Maschine der «Balair» auf dem Flugplatz Basel-Birsfelden. Quelle: Bildarchiv ETH Zürich

Flugplatz Sternenfeld in Birsfelden

Das Fliegen ist heutzutage so sehr in unserer Gesellschaft verankert, dass man schnell vergisst, wie jung dieses Gewerbe eigentlich ist. Erst gerade einmal hundert Jahre hat die Luftfahrt auf dem Buckel. Basel war seinerzeit ein beliebter Zielort für Aviatik-Fans.

Lageplan des Sternenfeld anno dazumals. Quelle: forgottenairfields.com

Lageplan des Sternenfeld anno dazumals. Quelle: forgottenairfields.com

Den Flugplatz Basel-Sternenfeld, der damals in Birsfelden beheimatet war, würde man heute als Zwischenlösung beschreiben und könnte auch heute noch sehr gut zur jetzige Basler Politik passen. 1920 wurde das Sternenfeld als der erste Flugplatz der Schweiz eröffnet. Mehr als zwei Jahrzehnte vor der Eröffnung des Flughafens Basel-Mulhouse. 

Zuerst wurde der bescheiden eingerichtete Flugplatz ausschliesslich für private Flieger genutzt. Nachdem die damals wichtige «Handley Page Transport»-Firma 1923 ihre Flugroute nach Dübendorf verlängerte, mussten die Transportflugzeuge in Basel zwischenlanden. So bekam der bis dahin noch bescheiden beflogene Flughafen internationale Bedeutung. Ein Jahr später war das Sternenfeld mit vier internationalen Metropolen verbunden: London, Paris, Amsterdam und Brüssel. 

Grosses Highlight der Sternenfeld-Geschichte war die Landung des «Graf Zeppelin» im Jahr 1930. Rund 30'000 Menschen haben sich dafür auf der Birsfelder Wiese versammelt. Bis zum zweiten Weltkrieg gewann das Sternenfeld immer mehr an Bedeutung und gehörte zum zweitwichtigsten Flugplatz der Schweiz. Fast ein Viertel aller Schweizer Passagiere flogen vor dem Weltkrieg 13 Destinationen von Birsfelden an.

Der Flugplatz von Oben...

Der Flugplatz von Oben. Quelle: Bildarchiv ETH Zürich

Quelle: Bildarchiv ETH Zürich

...und so sieht es da heute aus:

Und so sieht es da heute aus.

«Graf Zeppelin» bei der Zwischenlandung auf dem Sternenfeld.

«Graf Zeppelin» beim Sternenfeld. Quelle: Bildarchiv ETH Zürich

Quelle: Bildarchiv ETH Zürich