Braune Brühe aus dem Wasserhahn
Braune Brühe aus dem Wasserhahn
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IWB: Mählsuppe statt Trinkwasser aus dem Hahn

Klar und sauber, so sind wir das Wasser aus dem Hahn gewohnt. Richtig gruusig aber wird es durchschnittlich einmal pro Tag in den Basler Quartieren oder Vororten, wenn statt Trinkwasser eine braune Brühe aus dem Hahn fliesst.

Das IWB-Zentrum in der Steinenvorstadt erscheint hell, transparent. Die Eigenschaften rein und klar sollten auch auf das Wasser zutreffen, welches wir von ihr beziehen. Eigentlich. Nun kommt es aber öfters vor, dass ein Öffnen des Hahns zu einem Aufschrei führt. Denn statt Leitungswasser pupft uns plötzlich eine braunen Sauce mit viel Druck und Getöse entgegen. Nicht gerade das, was man sich zum trinken, kochen, baden oder duschen wünscht. Von der Füllung für die Babyflaschen einmal ganz abgesehen.

Nach Aussage der IWB muss man sich bei dem braunen Wasser jedoch keine ernsthaften Sorgen machen. Nach unterschiedlich langen Schrecksekunden, die manchmal auch in die Minuten gehen, ist der Spuk in der Regel wieder vorbei. Die braune, oft dunkelbraune Farbe erhält das Wasser nachdem bei den grossen Versorgungs-Rohren Wartungsarbeiten durchgeführt wurden. Und das geschieht regelmässig irgendwo in der Stadt, eigentlich an jedem Werktag. „Bei Wiederinbetriebnahme der Leitung nach einem Unterbruch können sich durch Lufteinschlüsse und den plötzlich erhöhten Durchfluss Partikel von Kalk-Eisen-Ablagerungen lösen“, erklärt IWB-Mediensprecher Erik Rummer auf Anfrage von barfi.ch. Diese Ablagerungen sind an und für sich harmlos, färben das Wasser aber eben dunkelbraun, machen es zur übel aussehenden Brühe.

Nicht gesundheitsschädlich

Obwohl diese Suppe alles andere als appetitlich aussieht, soll sie nicht gesundheitsschädlich sein. Die Wasserqualität wird vom Labor der Wasserwerke überwacht und erst freigegeben, wenn kein Risiko mehr besteht. Trotzdem empfiehlt die IWB den Hahn nach einem Unterbruch so lange laufen zu lassen, bis das Wasser wieder glasklar ist.

Die Unterbrüche dienen dem regulären Unterhalt, sind also geplant und werden den betroffenen Haushalten meist angekündigt. Immer wieder kommt es zu unerwarteten Ereignissen: Das passiert im IWB-Netz zusätzlich ein- bis zweimal pro Woche. Dann würden die Mechaniker im Pikettdienst sich sofort um den Zwischenfall kümmern. Betroffene versuche man mündlich zu informieren. Auch nachträglich werde versucht, eine Erklärung des Vorfalls zu vermitteln.

Laut IWB ist die eklige Brühe aus dem Hahn in Küche und Bad zwar kein Augenschmaus, aber meist kein Grund zur Sorge. Einfach Wasser aufdrehen und laufen lassen. Dann heisst es abwarten, bis sich das Wasser nach lautem Zischen und Spucken wieder “klärt“.