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Ältere nutzen digitale Dienstleistungen - mit Vorbehalten

Geldautomaten, E-Banking oder Einkaufen im Internet - viele ältere Menschen schätzen die Vorteile solcher Self-Service-Technologien und nutzen sie im Alltag. Viele fühlen sich aber auch unter Druck und befürchten, als Nicht-Nutzer benachteiligt zu sein.

Dies zeigt eine Studie des interdisziplinären Kompetenzzentrums Alter der Fachhochschule St. Gallen (FHS). 535 Deutschschweizer Seniorinnen und Senioren - im Durchschnitt knapp 73 Jahre alt - wurden zu "Digitalisierung und Alter" befragt.

Für viele ältere Menschen seien Self-Service-Technologien "bereits Gewohnheit geworden", heisst es in einer Mitteilung der FHS vom Dienstag. Gut zwei Drittel der Befragten nutzen Bank- und Geldautomaten und holen sich Informationen aus dem Internet. Knapp die Hälfte ist auch mit E-Banking vertraut.

Druck zum Mitmachen

Selten werden hingegen automatisierte Poststellen und Self-Scanning im Supermarkt genutzt oder Lebensmittel via Internet gekauft. Die meisten der Befragten schätzen Zeitunabhängigkeit, Schnelligkeit und Effizienz digitaler Dienstleistungen. Gleichzeitig empfinden fast zwei Drittel einen gewissen Druck, solche Dienstleistungen zu nutzen.

Rückmeldungen wie "Wir Alten sind ohne Internet weg vom Fenster" waren häufig, wie die FHS schreibt. Viele teilten die Befürchtung, als Nicht-Nutzer benachteiligt zu werden. Drei Viertel der Senioren gaben zudem an, dass ihnen bei der Nutzung digitaler Dienstleistungen der zwischenmenschliche Kontakt fehle.